ya en el camino!

eine letzte meldung aus dem tiefen sueden: Pucallpa war mindestens genauso super wie Curahuasi - viele palmen, komische voegel, liebe leute, tropische hitze, alles toll! jetzt bleibt noch eine nacht im Missions-Gaestehaus im versmogten Lima und auch hier gab es wieder so einen tollen “zufall”: Ruth aus Diospi Suyana ist auch hier! so ein schoener abschied, wie ueberhaupt die ganze reise perfekt war, voller “zufaelle”, alles hat bestens gepasst (ausser vielleicht die streikenden Coca-bauern, wegen denn ich eine nacht in Lima festsass - aber auch das hat mir eine nette bekanntschaft mehr beschehrt). und morgen gehts dann wieder hoch in die luefte, zurueck ins kalte Deutschland. ein neuer abschnitt beginnt…

wieder da!

das internet hier im dschungel ist schrott, aber ich bin gut in Pucallpa angekommen. nach super zehn tagen rumreisen mit selbstgebastelten inseln, ulkigen verkleidungen, Condoren, ufo-landebahnen, verrueckten Indern, Peruaner-Hippies, einem dezenten motorradunfall, einem gebratenen meerschweinchen, Lamas, sonne, bergen, meer und vielen netten leuten!

aber von vorne: zu sechst haben wir uns vor fast zwei wochen den naechstbesten bus nach Puno genommen. Puno liegt am Titicacasee und ist angeblich ziemlich haesslich. wir haben davon nicht viel gesehen, sondern sind morgens frueh, nach einer nacht im bus, direkt zum naechsten reisebuero, um uns auf dem hoechsten schiffbaren see der welt rumschiffen zu lassen. es war kalt, aber praktischerweise hatte ich mir fuer Machu Picchu so eine lustige muetze mit schlappohren gekauft, wie sie hier alle tragen. also wars doch warm.  wir machten einen abstecher auf die schwimmenden inseln von Uros, die die leute dort selber aus schilf zusammenbasteln. wer mal dahinkommt: rennt! es macht voll spass auf schilf rumzulaufen, alles federt! uebernachtet haben wir bei familien auf einer richtigen insel, Amantani, die Gott im see festgemacht hat. die hat nicht gefedert. dort haben wir touris uns abends mal kurz zum affen gemacht und die klamotten der inselbewohner angezogen. fuer den einzigen jungen in unserer runde hiess das: ein poncho. fuer uns hiess das: mehrere roecke, bluse und irgendein breites band, das einen ganz furchtbar am atmen hindert. hinterher war klar, warum die inselfrauen alle so dick aussehen. leider ist das internet hier so schrottig, dass ich euch kein foto von unseren schicken verkleidungen reinstellen kann. am naechsten tag war es auch kalt, weil es hier immer kalt ist, der wind pfiff, aber die sonne schien und irgendwie war es mittags dann doch warm. und bei so einem sonnenschein auf 3800 metern hoehe, da muss man eben auch mal baden gehen. also hab ich unseren fuehrer gefragt, ob wir nicht mal kurz anhalten koennen und so sind Valerio, Lisa und ich von unserem schiffchen in den Titicacasee gesprungen. das war dann wirklich kalt. und die anderen touris hielten uns fuer verrueckt.

von Puno gings mit dem nachtbus nach Arequipa. ein schickes staedtchen, die spanischen kolonialisten haben ihre spuren in form von kirchen und sonstiger architektur hinterlassen, es gab viel zu essen und zu shoppen. in der naehe von Arequipa liegt der Colca-Cañon. soll ganz toll sein, der groesste cañon der welt, ganz tief und mit regenwald und so. sagt man… wir sind wohl irgendwie nicht weit genug gefahren und haben nur ein stueckchen cañon zu sehen bekommen. dafuer aber ganz viele Condore! das wahrzeichen Perus ist nicht besonders schoen, aber echt riesig. und, es musste eben sein, dort hab ich tatsaechlich doch noch ein meerschweinchen gegessen. und die beinchen waren noch dran. tote meerschweinchen schmecken nach huehnchen und ziehen ganz viele schleimige faeden, wenn man das fleisch von der haut loest. als haustierchen gefallen sie mir besser.

nach Arequipa haben wir uns getrennt, Ruth, Valerio und ich sind weiter nach Camana, weil ich unbedingt noch einen tag ans meer wollte, die anderen vier sind zurueck zum krankenhaus. und da sassen wir dann in Camana am strand. grauer sand, eiskaltes meer, moewen, und warmer sonnenschein. wir haben uns nur kurz ins meer getraut, aber es war ein gemuetlicher tag.

und dann ging’s nach Nazca. oder nach Nasca. da koennen sich die Peruaner nicht so ganz einigen. auch hier wieder mit dem nachtbus hin, auch hier wieder direkt morgens am busbahnhof von einem fremdenfuehrer abgefangen, der uns in ein super hostel brachte und dann direkt zum flughafen. die Nazca-linien muss man irgendwie unbedingt von oben sehen. mit einer kleinen Cessna gings dann ueber die wueste. in Nazca gibt es eigentlich nichts, da regnet es etwa drei stunden im jahr (!), da ist alles sand. meine theorie ist ja, dass die schlauen Peruaner-vorfahren irgendwelche bilder in den sand gemalt haben, damit ihre nachfahren mal irgendwie geld verdienen koennen. denn ausser touris gibts da keine einnahmequelle. vielleicht waren die wuestenbilder aber auch strafarbeiten fuer faule schueler. andere behaupten, es waeren ufolandebahnen. oder der groesste agrarkalender der welt. zumindest ist es wahnsinnig beeindruckend, mitten im nichts bilder im sand zu sehen. und das mit den linien in der landschaft scheint den Peruanern im blut zu liegen. staendig sieht man in Peru auf irgendwelchen huegeln oder einfach nur mitten in der pampa aufm boden riesige buchstaben geschrieben, logos oder der name einer stadt. vielleicht war den Peruaner-vorfahren in ihrer wueste auch einfach nur langweilig. und dann haben sie eben linien gemalt. spaeter waren wir noch kurz auf einem inka-friedhof. mit ganz vielen loechern im boden, aus denen weisse totenkoepfe rausguckten. mumien in allen groessen, mit und ohne haare. und in der wueste hinter den legal-geschaendeten graebern gab es noch ganz viele dellen im boden, unter denen noch mehr graeber lagen, und knochen - menschenknochen - waren im sand verstreut. Ruth fand das alles ganz spannend und aufregend. und ich fands makaber. und die mumien haben gegrinst.

dann sind auch Ruth und Valerio zurueck ins krankenhaus. und ich stand allein mitten in Peru. und weil Pisco auf dem weg nach Lima lag und ich nach Lima musste, um nach Pucallpa zu kommen und weil Pisco vor kurzem durch ein erdbeben zerstoert wurde und eher haesslich ist und Parácas direkt neben Pisco liegt und voll schoen sein soll, bin ich noch schnell nach Parácas gefahren. da gab es robben und pinguine und peruanische hippies, die von ihren geknuepften armbaendern leben. die waren voll lieb und aus geschaeftsbeziehungen wurden nette bekanntschaften. und weils so schoen war und ich schon am ersten abend einen Hippie und Peruaner und Deutschen und Polen nach dem andern getroffen hatte, bin ich noch einen tag laenger geblieben als geplant. am zweiten tag kam dann noch ein Israeli dazu. der hatte irgendwas richtig gemacht: er war 35 und hatte mit seinem bruder in Israel in juengeren jahren mal einige geschaefte aufgemacht, wo sie einer zielgruppe wie mir so nutzlosigkeiten wie ohrringe, muetzen und sonstige accessoires verkauft haben. und nun hat er so viel geld, dass er den rest seines lebens durch die gegend reisen kann. und das tut er mit motorrad. und weil wir uns gut verstanden haben und die wueste hinter Parácas so gross und das meer so blau und ueberhaupt alles so toll war, sind wir auf seinem motorrad durch den sand gefahren, immer am strand lang, die flamingos erschrecken und voegel aufscheuchen (davon gabs dort unglaublich viele). und wie das eben so ist, wenn man mit einem zweiraedrigen gefaehrt durch den sand faehrt und der fahrer dann irgendwann uebermuetig wird, sind wir schliesslich weggerutscht. und es ist immer gut, wenn man auf einem motorrad sitzt und sich gerade hinlegt, abzuspringen, ehe man unter der maschine liegt. so in etwa hab ich das auch gemacht, der sand war weich und mir ist nichts passiert. Zohar gings nicht ganz so super, aber auch er ist ganz geblieben. trotzdem hab ich dann weitere touren mit ihm abgesagt.

und dann ging es nach Lima und weil Lima nicht so besonders schoen ist, wollte ich direkt weiter mit dem bus nach Pucallpa. aber weil die Coca-Bauern irgendwo im dschungel meinten, sie koennten nicht einfach nur in ruhe vor sich hin streiken, sondern muessten bei ihrem streik auch noch die einzige strasse nach Pucallpa blockieren, hing ich doch noch eine nacht in Lima fest. irgendwie ist man, wenn man allein reist, nie allein. hab direkt eine Argentinierin kennengelernt, eine theaterschauspielerin, die ganz langsames vorsichtiges spanisch mit mir gesprochen hat (weil die Argentinier normal ganz unverstaendliches spanisch nuscheln), und wir haben zusammen gekocht und so war der verlorene abend in Lima doch nicht so ganz verloren. am morgen gab die busgesellschaft ihr ok fuer die fahrt nach Pucallpa, ich kaufte mir direkt ein ticket und 23 stunden spaeter, mit 3 stunden verspaetung (weil irgendwo nachts im urwald baeume auf der strasse lagen) kam ich dann an. und bin total begeistert! tropen, palmen, hitze, und ich wohne wieder in einer 3er-frauen-wg auf dem bibelschulgelaende der schweitzer mission. am montag schau ich mal in die krankenstation, ob ich dort was helfen kann. mal sehen. hier ist es total schoen und so dauert der sommer fuer mich noch ein bisschen laenger als geplant. ich hoffe, ihr habt einen schoenen herbst und werdet nicht zu nass dabei! gruesse in die heimat!

tschüss, ciao, adios und good bye

ich mag keine abschiede. und eigentlich mag ich auch keine veränderungen. und irgendwie hab ich auch ständig angst, dass wir irgendnen unfall haben oder so - mein sicherheitsbedürfnis kollidiert mit meiner reiselust. meine reiselust siegt.

zm9yyw5qyuazmduyndu1nznamkaymda5mdkyntizmdg1nkaxmjuzotgwotm01darum geht’s jetzt wieder los! sieben voll schnell verflogene, voll schöne wochen sind vorbei. es ist so toll, mit leuten zusammenzuarbeiten, die man abends im hauskreis oder bei irgendnem spiele- oder videoabend wieder sieht. so gibt es in gewisser weise keine chefs und sozial komplizierte hierarchien, sondern nur normale menschen auf arbeit, mit denen man sich meistens super versteht. der einzige nachteil bis jetzt: als Michael, den ich als meinen chef adoptiert hab, weil er der intensivstationsleiter ist, grinsend erklärte, ich soll brot backen, hab ich erstmal gedacht, er macht nur spaß :) hab ihm dann aber doch beim backen geholfen, das macht er nämlich jede woche für die mitarbeiter im krankenhaus.
ja, und nun lassen wir sechs kurzzeitler das idyllische Curahuasi mit all den vielen Peruanern und den paar Deutschen hinter uns und es geht nach Puno am Titicacasee.

würd mich freuen, wenn die gläubigen leser dieses blogs (die ungläubigen aber auch gerne) uns in ihr nachtgebet mit einschließen würden. dass wir nicht von irgendner Ande fallen oder von Parasiten aufgefressen oder unsere schokoriegel geklaut werden.

Mega-OP

zm9yyw5qyuazmdqzodewndfamkaymda5mdkymte5mjezmkaxmjuznjmzndkz1 spannend: blut und eingeweide und ein magen! klingt wie ein schlechter horrorfilm, ist es aber nicht. die OP rettet vielleicht jemanden und war eben nötig. eigentlich ist es ja nicht so toll, wenn jemand operiert werden muss, aber zuschauen ist faszinierend! und wenn die chirurgen in den gedärmen des patienten rumwühlen, bin ich nur erstaunt, was so ein körper alles aushält. und dann wird er wieder zugenäht und alles ist hoffentlich wieder gut. beeindruckend, was alles möglich ist im OP, was es für tolle maschinen gibt und an welchen blöden krankheiten wir heute nicht mehr sterben müssen.

Kulinarisches

das hier ist nicht wichtig, muss aber mal gesagt werden:inca_kola

Inka Cola ist so ungefähr das widerlichste gebräu, das ich bisher getrunken habe. es war nur neugier. der name klang so peruanisch und der werbeslogan versprach “el sabor de Peru” - den geschmack Perus. ein schluck, und ich hab es weggekippt. mein mund fühlte sich an, als wären zwei… nein! dreitausend gummibärchen explodiert… nein! als hätten sie sich übergeben!

dafür haben die Peruaner aber auch getränke, die man gerne über sich ergehen lassen kann. aus coca-blättern kann man zum beispiel nicht nur drogen und tee machen, sondern auch bier! ziemlich lecker.

ansonsten geh ich wohl doch nach Machu Picchu. wer mich also am wochenende besuchen wollte: ich bin nicht da.

Reiselust

wird eine reise vielleicht immer dann am schönsten, wenn man komplett erwartungslos aufbricht? ich wusste nicht mal genau, wo Peru genau liegt, geschweige denn, wie es hier aussieht. außer bergen nichts erwartet… nun sind über fünf tolle wochen verflogen und es fehlen nur noch anderthalb, dann geht’s los mit fünf anderen kurzzeitlern zum Titicacasee, nach Arequipa, die küste lang nach Nazca und dann flieg ich noch für zwei wochen ins Amazonasgebiet, um dort auf einer kleinen missionstation auf ner krankenstation mitzuhelfen. und dann geht schon wieder der flieger nach hause.

erstmal gibt es hier aber noch ein paar kurztrips. am wochenende waren Kathleen und ich nochmal in Cusco, shoppen! ja, das kann echt spaß machen.

und gestern abend stiefelten Lisa und ich eine mittelgroße Ande hinter Curahuasi hoch. oben wollten wir übernachten. da sprintet so ein kleiner Peruaner an uns vorbei, den berg rauf. aber die Peruaner haben ja auch größere lungen und größere herzen (anatomisch gesehen). so viel rechtfertigung muss sein. und bei dem gedanken kamen mir die einheimischen plötzlich wie ein ganz fremder organismus vor. und sie funktionieren tatsächlich ein bisschen anders. der ruhepuls von erwachsenen ist hier fast halb so schnell wie bei uns. im aufwachraum zu sitzen und dieses langsame piepen des monitors zu hören, ohne den arzt zu rufen, ist ein bisschen seltsam. und wenn ein Peruaner mit nem blutdruck kommt, der für einen Deutschen vorbildlich ist, wird er hier auf bluthochdruck behandelt. spannend, wie sich so ein körper anpasst. naja, so viel mal als kleiner semimedizinischer exkurs.

die nacht aufm berg war traumhaft. so viel milchstraße und so viel sterne und wir haben sogar ein lagerfeuer anbekommen.

nun bleibt nur noch eine frage offen: geh ich am nächsten wochenende mit nach Machu Picchu oder bleib ich einfach mal hier? ist schließlich das letzte wochenende “zu hause”.

Wildlife in Peru

die tierwelt Australiens bleibt zwar in ihrer Absurdität vollkommen unübertroffen, aber Peru ist auch ziemlich tierisch. hier mal ein paar kostproben (die superhühner kennt ihr ja schon).

da sitzt man nichtsahnend in der nachtschicht, will ja eigentlich furchtbar gerne arbeiten, aber es gibt gar nichts zu tun, da kommt Ruth ganz aufgeregt auf die station gerannt. ich bin dann ganz aufgeregt (also, eher erleichtert wegen der ablenkung) hinter ihr hergerannt.

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eine vogelspinne! wie toll! Valerio und Ruth haben sie im hof gefunden und wir haben dann mit ihr gespielt. sie ist unheimlich fotogen, flauschig und niedlich, heißt Anita und wurde als große schwester von Wilbert adoptiert.

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wer Wilbert noch nicht kennt. das ist er:

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aber die eigentlichen klassiker in Peru sind ja meerschweinchen. sollen voll lecker sein, aber ich hab noch keins probiert. die gebratenen abstehenden beinchen haben mich abgeschreckt. und so eine handvoll meerschweinchen ist auch viel zu süß zum essen.

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konkurrenz in geschmack und niedlichkeit machen den meerschweinchen die alpakas. das hier ist ein rasta-schaf (sagt Ruth jedenfalls), aber eigentlich ist es ein alpaka:

llama

und dann sind noch absolut unübersehbar all die hunde, die in Curahuasi (und überall sonst auch) fröhlich vor sich hin leben. von menschen akzeptiert und ignoriert stören sie eigentlich nur nachts, wenn vor allem die kleinen plötzlich meinen, die stadt gehöre ihnen. voll schöne hunde sind da dabei. den hier haben Ruth und ich auf dem dorfplatz gefüttert. er konnte im sprung fangen!

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wo es hunde gibt, gibt’s auch katzen. die hier lebt im regal:

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ansonsten steigt in meinem magen grad ne party und ich bin nicht eingeladen. blöde parasiten… (auch die gehören zur tierwelt Perus, aber davon hab ich kein photo)

Feliz Cumpleaños

romantischich hab wohl versehentlich muscheln gegessen… versteckt im lecker fischsalat, den Raúl, unser koch im krankenhaus, zu seinem geburtstag gemacht hat. alle kurzzeitler hat er auf seine hacienda (schickes anwesen mit häuschen und feldern und großfamilie und so) eingeladen. den ganzen tag peruanisches essen, deutscher kuchen und abends lagerfeuerromantik mit deutschen, schweizerischen und peruanischen liedern - und echter pizza! das ist multikulti vom feinsten :)

und im übrigen will Gaddafi/Ghadafi (wie schreibt man den?) die Schweiz auflösen. die Schweizer bei uns im krankenhaus mussten lachen… eigentlich isses ja ein bisschen traurig.

Ciao und Adios

larissa Das ist Larissa (und ich). Eine von voll vielen netten lustigen leuten. und sie hat einen blog: wer also ein bisschen weiter in peru-geschichten stöbern will, kann mal hier drauf klicken. allerdings sind Larissa und Talitha (unsere jüngsten, die die ganzen doofen jobs machen mussten… wäscherei und so :) ) bald wieder zu hause. schon nach vier wochen der erste abschied… aber es war schön mit euch! :)

Choquequirao - auf Inkaspuren

Machu Picchu kann ja jeder, also sind wir zu acht am freitag früh aufgebrochen, um die weniger touristischen ruinen von Choquequirao zu erkunden. auch das ist einst eine bastion gegen die spanischen eroberer gewesen. geholfen hat’s nicht…

wir

die ruinen sind bisher nur zum teil ausgegraben, aber vollkommen ausreichend für die wenigen touristen, die sich hierher verirren. da nach Choquequirao, anders als zu dessen großem bruder Machu Picchu, noch keine busse fahren, ist die einzige alternative zu den eigenen füßen geduldige maultiere. wir hatten drei reit-mulis und drei lasten-mulis dabei, betreut von Faustino und Jorge. da war wandern schon ein bisschen einfacher! aber auch ein bisschen gruslig: denn es durchfährt einen ein panisches kribbeln, wenn das pferdchen mit seinen glatten hufen wieder so nah am kaktusgespickten abgrund entlangbalanciert.

reiter

meine kamera war beständig im einsatz, aber kein fotoapparat kann die neblige blau-graue morgendämmerung so richtig einfangen, wenn die wolken träge um die berggipfel hängen und fremdartige vögel ihre lieder trillern. die dämmerung scheint stunden zu dauern, bis die wolken sich lichten und es mit einem mal knalleheiß wird. dann brennt sengende mittagshitze herunter, die berggipfel leuchten schneeweiß, die kümmerliche vegetation strahlt in braun und grün. und zwischen all dem, wenn man nach stundenlanger einöde kein leben mehr erwartet, taucht wieder eine windschiefe hütte auf, von schweinen umschnüffelt und von hühnern umgackert. und da leben tatsächlich menschen, die dem tristen steinigen boden etwas nahrung abringen und die grandiose aussicht wahrscheinlich nur selten genießen. bei einer dieser Campesinos übernachteten wir, zelteten im vorgarten, der wind fegte über die “alm” und zwischen süßen meerschweinchen kochten wir im häuschen unserer gastgeber unser abendessen.

zelten

es wird hier immer so frustrierend früh dunkel (und winterlich kalt), dass wir um acht schon im schlafsack lagen. dafür gings aber auch früh morgens um fünf weiter zu den ruinen, die ganz lässig und wie selbstverständlich auf irgendeiner Ande rumhängen. als wäre es ganz logisch, weit oben im nichts über den wolken häuser und terrassen anzulegen.

choquequirao

3104 meter weit oben liegt Choquequirao. 1400 meter den einen berg runter, auf einer schwankenden hängebrücke über den fluss Apurímac und dann 1600 meter den nächsten berg wieder rauf. und das ganze wieder zurück. drei tage waren wir unterwegs und nicht nur die aussicht war toll!

und dann waren da noch die superhühner (mit roten capes):

superhuhner